Die Antibabypille

Dieses Thema im Forum "Verhütung" wurde erstellt von Gast9847, 4. Januar 2011.

  1. Gast9847

    Gast9847 Guest

    Antibabypille: regelt den Ablauf des Monatszyklus. Die Antibabypille enthält meist eine Kombination von Östrogen und Gestagenen. Östrogene sorgen dafür, dass der Zyklus sich bei 28 Tagen stabilisiert. Die Gestagene täusche eine Schwangerschaft vor und verhindert so den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.

    Wenn eine Packung 28 Tabletten enthält, so enthalten nur die ersten 21 Pille auch Hormone. Die restlichen sieben enthalten keine Wirkstoffe, so dass es zu einem Absinken der Hormonkonzentration kommt und dadurch die Monatsblutung ausgelöst wird.

    Zwischen der Einnahmen der Pille sollte möglichst immer genau 24 Stunden liegen.
    Nach dem Absetzen der Pille stellt sich normalerweise nach 2-3 Monaten der normale Zyklus wieder ein und man kann schwanger werden. Bei älteren Frauen und langer Anwendung kann es dadurch auch länger dauern.

    Die Sicherheit ist nur dann gewährleistet, wenn die Pille täglich zur selben Zeit eingenommen wird. Wird nur einmal die Toleranz (je nach Pille 1 bis 12 Stunden) überschritten, ist die Verhütung für diesen Zyklus nicht mehr gewährleistet.


    4 Wirkungen der klassischen Pille:
    - Der Eisprung wird unterdrückt.
    - Die Gebärmutterschleimhaut wird nicht normal aufgebaut. (die Eizelle hat keine Möglichkeit sich dort einzunisten)
    - Der Schleimpfropfen am Gebärmutterhals verflüssigt sich nicht mehr während der fruchtbaren Tage. (Spermien können so schwer in die Gebärmutter aufsteigen)
    - Die Samen werden normalerweise in der Scheide und der Gebärmutter erst fruchtbar gemacht. Diese Funktion wird unterdrückt bzw. reduziert.


    Vorteile der Pille:
    - Sehr hohe Sicherheit
    - Bequeme Anwendung
    - Mestruationsbeschwerden werden häufig reduziert
    - PMS- Beschwerden (prämenstruelles Syndrom) werden auch häufig reduziert
    - Die Menstruation kann verschoben oder ganz ausgelassen werden.
    - Unreine Haut, fettige Haare und Akne bessern sich.
    - Männlicher Haarwuchs wie zum Beispiel Damenbart wird reduziert (wenn vorhanden)
    - Gewissen Krebsarten werden gehemmt. Zum Bespiel eierstockkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Brustkrebs.
    - Reduziertes Risiko für Osteoporose.


    Nachteile der Pille:
    - Ein großer Eingriff in der Hormonhaushalt der Frau
    - Nicht für alle Frauen geeignet.
    - Empfängnisschuzt verringert sich bei einigen Erkrankungen (Erbrechen, Durchfall) und Medikamenten (Schmerz- Beruhigungs- und Kreislaufmittel, Mittel gegen Epilepsie und Antibiotika)
    - Vergessen der Einnahme
    - Zyklusprobleme und Empfängnisprobleme nach Absetzen der Pille.
    - Erhöhte Anfälligkeit für Scheideninfektionen.
    - Erhöhtes Risiko für Thrombosen und Herz-Kreislauf-Störungen
    - Evtl. Gewichtszunahme
    - Evtl. verringerte Libido


    Kontraindikationen:
    - Lebererkrankungen
    - Durchblutungsstörungen
    - Erhöhtes Blutdruck
    - Stillzeit
    - Rauchen
    - Frauen ab 35 Jahren
    - Neigung zu Ödemen
    - Neigung zu Thrombosen
    - Diabetes mit Gefäßveränderungen
    - Frühere Schlaganfälle oder Herzinfarkte

    Die Antibabypille schütz nicht vor sexuell übertragbaren Erkrankungen.
     

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