Beikost mal anders...oder wieso eigentlich immer Brei? baby-led weaning

Dieses Thema im Forum "Beikost" wurde erstellt von Gast5364, 27. September 2011.

  1. Gast5364

    Gast5364 Guest

    Ein "Hallo" in die Runde :smiley0026:

    Jonathan wird ja nun bald 4 Monate und da steht uns, nach den aktuellen Empfehlungen, das Thema "Beikost" ins Haus. Na gut, wenn es nach meiner Oma ginge, dann bekäme der Kleine schon seit Wochen "etwas Vernüftiges", aber ich bin stur und quäle mein Kind weiterhin mit meiner Muttermilch von der er ja so schlecht gedeiht ;-). Aber das ist jetzt ein anderes Thema.
    Ich habe mich also zwangsläufig dem Thema Beikost beschäftigt und muss gestehen, dass fast mein Gehirn ausgesetzt hat bei all den Empfehlungen zum "richtigen" Vorgehen. Außerdem war mir auch schnell klar, dass ich so meine Probleme mit den Breis, dem Füttern und dem Ersetzen der Mahlzeit (Mahlzeit? Was ist das? Jonathan trinkt wann er lustig ist und nicht nach der Uhr)
    Außerdem wusste ich schon aus meinen schlauen "Ratgeber" (z.B. Kinder-verstehen von H.Renz-Polster *Sehr empfehlenswert für alle, die sich für die Gründe von kindlichem Verhalten interessieren und keine Patentrezepte erwarten), dass Beikost eine rein kuturelle Angelegenheit ist. Was wir unseren Kindern wann und in welcher Form geben, bestimmt der Ort auf dem Globus und nicht unser "Instikt". Und eben auch der Zeitgeist. Es gibt keine "natürliche" Beikost und ebenso wenig gibt es wirklich Langzeitstudien, die das richtige Beikostvorgehen entlarvt haben. Das fand ich schon mal beruhigend und fing an mich mit Alternativen zu dem hierzulande gängigem Vorgehen zu beschäftigen.
    Irgendwann bin ich dann auf die "Finger-food-Variante" gestoßen und weil alles einen schönen Namen benötigt, heißt diese Vorgehen "baby-led weaning" (nur für den interessierten Leser ;-) )
    Eigentlich ist es ganz einfach: Das Baby isst einfach bei den Eltern mit -natürlich in abgespeckter Form-. Es gibt Gemüse und Obst (leicht gedünstet), Brot (ohne Körner), usw. Das Baby sitzt dann bei den Speisen der Eltern mit am Tisch und bekommt sein eigenes Menü (man kann ihm ruhig 2-3 verschiedene Dinge anbieten zwischen denen es dann selbst wählen kann. Man füttert das Kind nicht, sondern es greift die Dinge selbst (und mal ehrlich: Praktisch JEDES Kind kann das im Alter von 4-6 Monaten schon bestens. Wenn Jonathan etwas kann, dann ist es sich Dinge in den Mund zu schieben :D)
    Bei dieser Einführung der Beikost geht es nicht, wie bei der "Konventionellen", ums schnelle Abstillen. Das Stillen bzw. die Milch steht im ersten Lebensjahr weiterhin im Vordergrund. Wir haben schon ein wenig damit gestartet. Vor einigen Tagen gab es ein Stückchen Apfel, das auch gleich wild eingespeichelt und bekaut wurde. Und heute ein wenig von meinem Vollkorncroissant. Ich gebe zu, das war so nicht geplant. Aber Jonathan hat es mit fast aus der Hand gerissen und wild protestiert, als ich es ihm verweigern wollte. Also hab ich ihm ein Stück des Innenteigs gegeben.
    Für uns fühlt sich diese Variante der Beikost-Einführung irgendwie "richtiger" an und ich kann es kaum erwarten meine Sohn dabei zu beobachten, wie er die Welt der Speisen für sich entdeckt. Außerdem finde ich es schön, dass er von Anfang an bei unseren Mahlzeiten mit eingebunden ist. Wir essen alle zusammen :) Und ich finde, dass ich ihm nichts abnehmen sollte, was er schon selbst kann.

    So viel erst einmal dazu! Ihr könnt gerne Fragen stellen und vielleicht spricht das Thema ja auch andere Mütter an :)
     
  2. Gast6772

    Gast6772 Guest

    Wir haben Kaya früher ganz bewusst gleich bei uns mit essen lassen. Sie mochte einfach kein Brei und hat lieber von uns zerdrückte Kartoffeln gegessen. Mit ein wenig Soße. Und zerdrückte Möhrchen dazu. Hat super funktioniert. Und ihr hats immer geschmeckt. Wir hatten keine Koliken, kein Bauchweh etc. Und ich finde, es fügt dfas Baby besser in die Familie ein. :)

    Jomi, ich unterstütz dich bei deinem Vorgehen voll und ganz, viel Spaß be4im erkunden lassen der verschiedenen Geschmäcker und kleinen Stückchen im Essen. Ist toll.
     
  3. Gast8677

    Gast8677

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    Ich finde auch das das das richtige ist !! Ich hab auch das vom Tisch bekommen eben zerdrückt oder kleiner geschnitten aber ich hab es mir genommen und mir wurde nichts mit dem Löffel eingetrichtert :)

    Was ich gerne gegessen hab war griesbrei und das tue ich heute noch oder den Stracciatalla brei :D
     
  4. Kathi

    Kathi

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    Ich finde auch, dass Fingerfood das richtige ist.
    Ich hab es bei meinem Bruder gesehen, er hat nie irgendeinen Brei (abgesehen von Grießsbrei oder so ;)) bekommen, sondern alles vom Tisch.
    Ich werd das später, denk ich auch so handhaben :)
     
  5. Julia2706

    Julia2706 kreatives Hibbelkücken

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    Das klingt gut. Später bekommt das Kind eh das gleiche, was wir jetzt auch essen und es klingt - um mal ehrlich zu sein - auch nicht übermäßig aufwendig.
     
  6. Minka

    Minka

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    Bei uns ist das irgenwie kompliziert. Klar steckt Jelle sich alles in den Mund und kaut gern drauf rum, aber, er hasst es Mittagszeugs zu essen. Ich versuch ihn immer wieder zu animieren, aber ist nicht, der Schnabel bleibt zu. Er liebt seinen Milchbrei oder Getreidebrei mit Obst. Hinzukommt das ich viel mit ihm unterwegs bin und daher selber fast nie so zu Mittag esse, das ich ihm da was abgeben könnte. Wir werden jetzt am verlängertem Wochenende ausprobieren wie er mit vom Tisch ist, da sind wir zu Dritt und da kann man sich besser an sowas versuchen.
    Danke für die Denkanstösse.
     
  7. cocosdiva

    cocosdiva Glückliche Mami Moderator

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    Dem Kind selber was in die Finger geben finde ich eine gute startidee. Das dies zu Beginn nicht eine volle Mahlzeit ausmachen kann ist auch klar.
    Aber bei mir hätte man dies als Kind völlig vergessen können. Ich war so absolut "kaufaul" das ich zwar Sachen in den Mund geschoben hab, musste ich jedoch drauf kauen oder war (z.b. im Brei) ein Klümpchen, kam alles miteinander wieder zum Vorschein.
    (das mit den klumpen in Brei, Mus oder ähnlichem, hab ich heute noch, nur das es nicht mehr raus kommt, ich aber teilweise anfange zu würgen wenn z.b. im Apfelmus ein Stück Gehäuse ist - und sei es nur einen Millimeter groß)

    Man muss also auch schauen ob dies das richtige für das eigene kind ist, aber einen Versuch ist es allemal wert.
     
  8. Gast5364

    Gast5364 Guest

    Natürlich muss man die Vorgehensweise vom Kind abhängig machen. Ich halte meine Vorgehensweise auch nicht für die einzig Wahre, aber eben für eine gute Alternative für alle Mütter, die mit der Konventionellen so ihre Probleme haben. Wichtig ist, dass es zur Familie und dem Kind passt. Letztendlich soll Essen ja Spaß machen ;-)

    Minka: Genau das ist ja auch mein Problem! Wir essen mittags nie warm. Auch schon vor der Geburt nicht. Mein Mann muss arbeiten, ich bin in der Uni oder jetzt halt meistens mit Jonathan unterwegs. Mich hat schon die Vorstellung genervt, dass ich mich so verbiegen soll. Darum werde ich mir das auch gar nicht erst antun ;-)
    Wir essen weiterhin abends zusammen und Jonathan bekommt dann sein Fingerfood. Mittags gibt es Brust oder bald noch etwas Obst, Brot, o.s.
     
  9. Blubba

    Blubba Stöpsel, wir lieben dich Moderator

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    Wir werden es auch beibehalten, dass wir abends warm essen, alles andere finde ich doof, wenn mein Freund mittags eben nicht da ist.
    Geplant ist dann mittags evt. nen Brei oder brot und abends fingerfood oder von uns irgendwann
     
  10. cocosdiva

    cocosdiva Glückliche Mami Moderator

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    Wir essen Zusammen abends warm und Markus zusätzlich auf der arbeit mittags. Aber wenn ein Kind da ist wird es auch nur abends was warmes geben
     

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